Hintergrundinfo Röntgen
| Die Röntgendiagnostik dient dazu, krankhafte strukturelle oder funktionelle Veränderungen im Körperinneren zu erkennen. Die Funktionsweise des konventionellen Röntgens beruht auf der unterschiedlichen Absorption (Schwächung) von Röntgenstrahlen durch die verschiedenen Gewebearten und lufthaltigen Organe. Während der Untersuchung passieren die Strahlen den Körper. Je nach Beschaffenheit des betreffenden Gewebes wird die Röntgenstrahlung unterschiedlich geschwächt. Knochen absorbieren beispielsweise wesentlich stärker als die Weichgewebe. Um noch exaktere Ergebnisse zu erzielen, werden vor einer Röntgenuntersuchung ggf. Kontrastmittel (als Infusion, Getränk oder Darmeinlauf) verabreicht. Während Röntgenbilder früher auf einem Film wiedergegeben wurden, der in einer Dunkelkammer zeitaufwendig entwickelt werden musste, können wir heute moderne digitale Röntgentechnik anwenden, bei der die Aufnahmen wesentlich schneller zur Verfügung stehen. |
| Die Anfertigung von Röntgenaufnahmen benötigt nur kurze Zeit und verursacht keine Schmerzen. Je nach Fragestellung müssen evtl. mehrere Aufnahmen direkt aufeinander folgend oder auch in bestimmtem zeitlichem Abstand angefertigt werden. Sie erhalten vor der Untersuchung genaue Anweisungen, beispielsweise müssen Kleidungsstücke und Schmuck von den zu untersuchenden Körperstellen entfernt werden und auch die richtige Körperhaltung und Atmung sind wichtig. |
| Sicherheitsvorschriften und hochentwickelte Geräte sorgen heute dafür, dass die Strahlenbelastung durch Röntgenuntersuchungen minimiert wird. Bei Bedarf wird ein so genannter Gonadenschutz (Hodenkapsel bzw. Bleischürze) eingesetzt, der die Keimdrüsen während des Röntgens abschirmt. Dieser besteht aus Blei und lässt kaum Strahlung durchtreten. Im Falle einer Schwangerschaft sollte allerdings nur im Notfall geröntgt werden. Bitte informieren Sie uns daher, falls Sie ein Kind erwarten. Ist eine Röntgenuntersuchung von Nieren, Magen-Darm-Trakt oder Galle geplant, müssen Sie nüchtern zur Untersuchung erscheinen. Falls Kontrastmittel eingesetzt werden sollen, werden Sie darüber vorab informiert und über mögliche Risiken aufgeklärt. Bestimmte Erkrankungen der Nieren oder Schilddrüse sowie Allergien können den Einsatz von Kontrastmittel wegen möglicher Komplikationen verbieten. Eine Röntgendiagnostik des Darms macht i. d. R. die vorherige Einnahme von Abführmitteln notwendig. |



